Roter Arbeiter

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Die Gruppe Roter Arbeiter war eine antifaschistische Widerstandsgruppe, die sich in Münster bald nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 bildete. Seit Ostern 1933 stellte die Gruppe heimlich die Untergrundzeitung "Roter Arbeiter" her und verteilte zuletzt rund 1000 Exemplare, in dem die Blätter nachts in Hauseingängen abgelegt und unter Türen durchgeschoben wurden.

Am 6. und 7. Juni 1935 standen siebzehn Angehörige der Gruppe als Angeklagte vor den Oberlandesgericht Hamm. Sie wurden zu Strafen von insgesamt fünfzig und einem halben Jahr Zuchthaus, dreizehn und einem halben Jahr Gefängnis und vierzig Jahren Ehrverlust verurteilt.

Literatur

  • Herbert Klein: "Haltet Zusammen!" : Münsteraner Arbeiter gegen den Faschismus; in: Iris Horstmann, Ulrike Junker, Katrin Klusmann, Bernd Ostendorf (Hg.): "Wer seine Geschichte nicht kennt..." : Nationalsozialismus in Münster, Münster : agenda Verlag 1993, ISBN3-929440-03-2, S. 61-86