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	<title>Wilhelm Ketteler (Bischof) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MünsterWiki</subtitle>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Wilhelm_Ketteler_(Bischof)&amp;diff=50821&amp;oldid=prev</id>
		<title>Keeano: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Wilhelm Ketteler''' (* um 1512 auf {{Wpl|Haus_Assen|Assen}} in {{Wpl|Lippborg}}; † 18. Mai 1582 in {{Wpl|Coesfeld}}) war „Liste der Bisch…“</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Ketteler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um &lt;a href=&quot;/index.php?title=1512&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;1512 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;1512&lt;/a&gt; auf {{Wpl|Haus_Assen|Assen}} in {{Wpl|Lippborg}}; † &lt;a href=&quot;/index.php/18._Mai&quot; title=&quot;18. Mai&quot;&gt;18. Mai&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/1582&quot; title=&quot;1582&quot;&gt;1582&lt;/a&gt; in {{Wpl|Coesfeld}}) war „Liste der Bisch…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Wilhelm Ketteler''' (* um [[1512]] auf {{Wpl|Haus_Assen|Assen}} in {{Wpl|Lippborg}}; † [[18. Mai]] [[1582]] in {{Wpl|Coesfeld}}) war „[[Liste der Bischöfe|Fürstbischof von Münster]]“.&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie, Ausbildung und beruflicher Aufstieg ===&lt;br /&gt;
Wilhelm Ketteler wurde als ältester Sohn „Gotthardts II.“ {{Wpl|Ketteler (Adelsgeschlecht)|Kettlers zu Neu-Assen}} und dessen Frau „Sybilla Sophie {{Wpl|Nesselrode (Adelsgeschlecht)|von Nesselrode}}“ geboren. Sein jüngerer Bruder war {{Wpl|Gotthard Kettler}}, der Begründer der Kettler-Dynastie in {{Wpl|Kurland}} und {{Wpl|Semgallen}}. Er war der Neffe des {{Wpl|Paderborner Dom|Paderborner}} {{Wpl|Dompropst|Dompropsts}} „{{Wpl|Gisbert Ketteler}}“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1526]], mit 14&amp;amp;nbsp;Jahren, wurde er bereits {{Wpl|Domherr}} in Münster. [[1539]] studierte er in {{Wpl|Bologna}}, wo er als ''nobilis, canonicus Monasteriensis'' immatrikuliert war. [[1550]] war er Rat des Bischofs von {{Wpl|Münster}} und des Herzogs von {{Wpl|Herzogtum Jülich|Jülich}} und {{Wpl|Herzogtum Kleve|Kleve}} und erhielt im gleichen Jahr eine Vollmacht für den Reichstag in Augsburg als fürstbischöflicher Gesandter. [[1552]] legte er den Eid als Dompropst (Prälat) ab, übernahm das Haus {{Wpl|Schonebeck}}, und leistete am 16. Dezember den Eid als {{Wpl|Dompropst}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fürstbischof in Münster [[1553]]–[[1557]] ===&lt;br /&gt;
Am 21. Juli [[1553]] wurde Wilhelm Ketteler vom [[Domkapitel]] zum neuen Fürstbischof von Münster gewählt, erhielt am 29. November die päpstliche Bestätigung und am 24. Februar [[1554]] die kaiserlichen {{Wpl|Regalien}}. Seine Wahl wurde von vielen begrüßt, denn er galt nicht als Anhänger der Reformation, sondern versuchte, dem katholischen Denken treu zu bleiben. In Einzelfragen war er jedoch zu Zugeständnissen bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kümmerte er sich besonders um die Frauenklöster seines Bistums, die teilweise in Unordnung geraten waren, wobei er jedoch pragmatisch vorging. Ließ sich eine klösterliche Ordnung nicht mehr herstellen, weil z.&amp;amp;nbsp;B. die Klosterfrauen untereinander heillos zerstritten waren, so ordnete Bischof Wilhelm die Umwandlung in ein freiweltliches Damenstift an, wie [[1557]] beim sog. Weißen Stift in {{Wpl|Bocholt}} (Terziarinnen) und dem {{Wpl|Kloster Hohenholte}}. Auch das »Schwarze Kloster« in Bocholt, das [[1556]] von Bischof Wilhelm seine erste »Preces Preliminaria« erhalten hatte, wurde wahrscheinlich zu dieser Zeit in ein ebensolches Stift umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Konflikt ergab sich Ende [[1555]] zwischen Wilhelm Ketteler, {{Wpl|Elekt}} von Münster, und dem {{Wpl|Herzogtum Jülich|Herzog von Jülich}}. Es ging um eine von Münster neu über die {{Wpl|Lippe (Fluss)|Lippe}} geschlagene Brücke, die dem Herzog nicht genehm war. Herzog „{{Wpl|Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Wilhelm V.}}“ sandte einen Beschwerdebrief an den Elekten von Münster und verlangte die Entfernung der Brücke. Es ist bemerkenswert, wie Wilhelm Ketteler mit diesem Brief verfuhr. Er beantwortete ihn nämlich nicht direkt, sondern gab ihn, mit einem Antwortvorschlag, zunächst weiter an das [[Domkapitel]] und an die Stadt Münster, und bat beide um ein Gutachten dazu. Erst als ihm das Einverständnis von Kapitel und Stadt vorlag und der Fürstbischof sich somit Rückendeckung verschafft hatte, schrieb er einen Brief an den Herzog, mit dem er dessen Ansinnen ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zugeständnisse an die Protestanten und die Ergebnisse des {{Wpl|Konzil von Trient}} brachten ihn offensichtlich in Konflikt mit dem {{Wpl|Papst}}, sodass der Domherr Bernhard {{Wpl|Morrien}} im Auftrag des [[Domkapitel|Domkapitels]] eine Reise nach {{Wpl|Rom}} unternehmen musste, um dort vom neuen Papst „{{Wpl|Paul IV.}}“ eine weitere Bestätigung von Wilhelms Wahl zu erreichen. Sie wurde nicht gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug nach Rheine und Coesfeld ===&lt;br /&gt;
Am 24. Februar [[1557]] verzichtete Wilhelm Ketteler auf Amt und Würden als Fürstbischof und zog sich zunächst nach {{Wpl|Rheine}} zurück, wo er auf Einladung Wilhelm {{Wpl|Morrien}}s auf dem {{Wpl|Falkenhof (Rheine)|Falkenhof}} wohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger Bischof {{Wpl|Bernhard von Raesfeld}} sicherte ihm am 30. September [[1558]] lebenslang freie Wohnung, Unterhalt und ab [[1559]] jährlich 1.000 Reichstaler zu gegen das Versprechen, nach seinem Verzicht auf das Bischofsamt weiterhin dem Stift zu dienen. Daraufhin übersiedelte Ketteler nach Coesfeld und bezog den Schenking-Hof in der Ritterstraße. Neben der Sakristei der nahegelegenen St.-Jakobi-Kirche ließ er eine Grabkapelle bauen, um darin zeit seines Lebens seine Andachten zu verrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1563]] erwarb er für 3000 {{Wpl|Rheinischer_Gulden|rheinische Goldgulden}} einen Rentenbrief des Grafen {{Wpl|Wilhelm II. von Neuenahr}} von 30. Januar [[1523]], durch den er jährlich weitere 135 Goldgulden Rente bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Herzog {{Wpl|Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Wilhelm von Jülich}} diente er ebenfalls als Berater und nahm in dessen Gefolge [[1566]] am {{Wpl|Reichstag zu Augsburg|Augsburger Reichstag}} teil. In dem von {{Wpl|Nikolaus Mameranus}} veröffentlichten „Kurtze un eigentliche verzeychnus“ aller Teilnehmer dieses Reichstages wird unter dem jülichschen „Furierzettel“ an erster Stelle nach dem Herzog der „Rat Wilhelm Ketteler“, der mit sechs Pferden nach {{Wpl|Augsburg}} gekommen war, aufgeführt. „Als nächster folgte der Marschall {{Wpl|Neuhoff (Adelsgeschlecht)|Wilhelm vom Neuhoff}} gen. Ley (5 Pferde), dessen Tochter aus zweiter Ehe mit Goswin Ketteler zur Middelburg verheiratet war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende [[1573]] oder Anfang [[1574]] stellte Bischof {{Wpl|Johann II. von Hoya|Johann von Hoya}} eine weitere Bestallungsurkunde für '''Ketteler''' als bischöflich münsterischer Rat aus. Es wurden ihm eine bequeme Behausung im Stift Münster, so viel Feuerholz wie nötig, Dienste (d. h. Personal) und Weinanlieferung für die Haushaltung so viel wie nötig, ebenso das nötige Heu für die Pferde zugesichert. An Geld sollte '''Ketteler''' jährlich 1.000&amp;amp;nbsp;Taler erhalten, dazu für seine Kleidung 44&amp;amp;nbsp;½&amp;amp;nbsp;Ellen englischen Stoff, 60&amp;amp;nbsp;Ellen Futterstoff und 35&amp;amp;nbsp;Ellen »''Parchum''« (Barchent, Baumwollstoff). Sein ebenfalls resignierter Nachfolger Bernhard von Raesfeld erhielt dagegen als Rat nur 600&amp;amp;nbsp;Taler im Jahr und sonst nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seiner Korrespondenz mit seinem Bruder {{Wpl|Gotthard Kettler|Gotthard}}, dem {{Wpl|Kurland|kurländischen}} Herzog, sind zwei Briefe, vom 2. März [[1576]] und 6. August [[1578]], erhalten. Sie enthalten nur politische Nachrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Ketteler''' fand in der von ihm errichteten Kapelle der {{Wpl|St._Jakobi_(Coesfeld)|St.-Jakobi-Kirche}} in Coesfeld seine Grablege. Seiner ehemaligen Diözese hinterließ er 80.000&amp;amp;nbsp;Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kirche „{{Wpl|St._Cornelius_und_Cyprian_(Lippborg)|St. Cornelius und Cyprian}}“ in {{Wpl|Lippborg}} befindet sich heute sein Epitaph zwischen dem Volksaltar und dem Hochaltar (unter dem Teppich verborgen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
Reinhard Lüdicke schrieb über ihn: „Auch der religiöse Zwiespalt in Deutschland beeinträchtigte die Konsolidation des Bistums als selbständiges Territorium. Der Nachfolger des {{Wpl|Franz von Waldeck}}, Wilhelm Ketteler, resignierte schon nach vier Jahren, da er sich nicht zur Leistung des vom Tridentinischen Konzil vorgeschriebenen Eides verstehen wollte. {{Wpl|Bernhard von Raesfeld}}, der am folgenden Tage gewählt wurde, war ein Anhänger der alten Kirche, aber nicht geneigt, zu ihrer Wiederherstellung Zwangsmaßnahmen zu ergreifen ...“ Mit dem {{Wpl|Tridentischer Eid|tridentischen Eid}} sollte auch für die Abschaffung der eheähnlichen Priesterverhältnisse gesorgt werden, die schon im 15. Jahrhundert auch bei nichtadeligen Priestern weit verbreitet und gewissermaßen anerkannt waren. Priester bestellten z. B. Memorien für sich, ihre Lebensgefährtin (oft als „Magd“ bezeichnet) und ihre Kinder. Solche Verhältnisse waren praktisch kaum aufzulösen, weil zwischen Priester und {{Wpl|Konkubinat|Konkubine}} eine beiderseitige Abhängigkeit bestand, die auch ihre Familien und ihr Gesinde mit einschloss. „Neben dem erwähnten Motive sprach dabei noch mit die mangelnde landesherrliche Autorität und die Zerrüttung der Finanzen des Stifts, was beides die Stellung eines Bischofs von Münster zu einer recht unerquicklichen gestaltete“.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Reinhard Lüdicke: ''Die landesherrlichen Zentralbehörden im Bistum Münster. Ihre Entstehung und Entwicklung bis [[1650]]'', in: {{Wpl|Westfälische Zeitschrift}} 59, [[1901]], S. 1–169.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. A. Erhard hat [[1839]] mehrere Urkunden und Briefe veröffentlicht, die Auskunft geben über die Gründe, weshalb Fürstbischof Wilhelm Ketteler sein Amt niederlegte, und auch darüber, wie sehr dies vom Domkapitel bedauert wurde.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Heinrich August Erhard: ''Geschichte Münsters'', Münster [[1837]].&amp;lt;/small&amp;gt; Es scheint, dass die Meinung Lüdeckes, Wilhelm Ketteler sei dem katholischen Denken treu geblieben, doch eher Wunschdenken ist. Wilhelm Ketteler kam aus einem Haus, in dem das reformierte Denken vorherrschte. Sein Zeitgenosse {{Wpl|Georg Cassander}}, der mit Wilhelm in Briefwechsel stand, bezeichnet ihn als „halblutheranisch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Wpl|Woldemar Harleß}}: [https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Ketteler,_Wilhelm_von Ketteler, Wilhelm von]. In: [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Deutsche_Biographie Allgemeine Deutsche Biographie] (ADB). Band 43, Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig 1898, S. 127 f.&lt;br /&gt;
* Ludwig Frohne: ''Wilhelm von Kettelers Aufenthalt in Coesfeld'', in: Coesfelder Allgemeine Zeitung, Coesfeld, April 1989.&lt;br /&gt;
* Hans Grusemann: ''Die Frühgeschichte des Geschlechts Ketteler (Kettler) 12.-16. Jahrhundert'', hrsg. von Karl-Josef Freiherr von Ketteler, Münster 2004, S. 250–253.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kohl: ''Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster'' 7,3: Die Diözese. Berlin, 2003 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Germania_Sacra Germania Sacra], Neue Folge Bd. 37,3), S. 574–579.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* {{DeuBio|sfz40747.html|Wilhelm (II.)}}&lt;br /&gt;
* {{Wp|Wilhelm_Ketteler_(Bischof)|Wilhelm Ketteler (Bischof)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Aus Wikipedia|Wilhelm_Ketteler_(Bischof)|Wilhelm Ketteler (Bischof)}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Münster]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Keeano</name></author>
		
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