Andreas Caspar Giese

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Andreas Caspar Giese (* 18. April 1759 in Münster; † 3. Oktober 1848 in Antwerpen) war ein Kaufmann, preußischer Generalkonsul und Ehrenbürger der Stadt Münster.

Andreas Caspar Giese kam in Münster als Sohn einer Kaufmannsfamilie zur Welt. Als junger Mann ging er 1780 nach London und arbeitete im dortigen Handelshaus von Sebastian Fridag. Er wurde Teilhaber dieses Unternehmens, das nun als Fridag Giese & Co. firmierte. 1815 wurde er von der preußischen Regierung zu ihrem Generalkonsul in London ernannt.

Aus seinem Vermögen spendete Giese in London für wohltätige Zwecke - so für ein Hospital für die Deutschen in London - und für Einrichtungen der katholischen Kirche. Auch Einrichtungen in seiner Heimatstadt Münster bedachte er mit Zuwendungen. 1837 erhielt das Große Armenhaus in Münster 1400 Taler aus seinem Vermögen. Testamentarisch vermachte er Einrichtungen in Münter 6300 Taler (1400 für das Waisenhaus, 2100 für die "Erziehungsanstalt für Jünglinge", 1400 Taler für die Anstalt für kranke Bedürftige und 1400 Taler für die Gewerbeschule).

Am 22. Mai 1845 wurde Giese die Ehrenbürgerwürde seiner Geburtstadt verliehen. Er starb fast neunzigjährig in Antwerpen.

Literatur

  • Helmut Lahrkamp: Münsters Ehrenbürger. Eine Dokumentation nach städtischen Akten; in: Helmut Lahrkamp (Hg.): Beiträge zur neueren Stadtgeschichte, Münster : Aschendorff 1987, ISBN 3-402-05539-2. (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Münster, Neue Folge 12. Band), S. 183-278 (zu Giese besonders: S. 188-190)