Pietro Mazzotti

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Pietro Mazzotti (* 13. Januar 1838 in Coreglia Antelminelli (Provinz Lucca, Toskana); † 27. April 1926 in Münster) war ein italienischer Bildhauer und Gipsgießer, der sich um 1865 in Münster niedergelassen hat. Sein Sohn war der Bildhauer Albert Mazzotti (senior); sein Enkel Albert Mazzotti (junior) war ebenfalls ein Bildhauer und Gestalter.

Pietro Mazzotti kam aus Italien als Händler für religiöses Kunsthandwerk über die Alpen. Zunächst ließ er sich in Krefeld nieder; um 1865 kam er nach Münster und erwarb später das Bürgerrecht. Kurz darauf heiratete er die Münsteranerin Theresia Horsthemke (* 2. Dezember 1855 in Münster; † 13. Mai 1928 ebenda) mit der er vier Kinder hatte. Das älteste war der bekannte Bildhauer Albert Mazzotti (senior).

Im Jahr 1873 gründete er zusammen mit einem italienischen Partner die Firma Gaddini-Mazzotti – die Gÿps-u. Elfenbein-Masse-Figurenfabrik in der Ritterstraße 12 – die sich vorrangig auf Gipskopien spezialisierte. Neben Originalabgüssen von Werken berühmter Bildhauer fertigte der geschäftstüchtige Italiener anlässlich des Besuchs von Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1907 Gipsbüsten in verschiedenen Größen – und bewarb diese in Kleinanzeigen.

In den 1920er Jahren waren die Mazzotti-Krippen, die von Pietro und Sohn Albert in ihrem Atelier in der Kirchherrengasse im Gipsabdruckverfahren produziert und mit glänzenden Lasurfarben bemalt wurden, im Münsterland verbreitet – und beliebt.

Pierto Mazzotti liegt zusammen mit seiner Frau Theresia auf dem Zentralfriedhof in Münster begraben.